Anahita Verlag | Willkommen » Das Freilerner-Buch
Das Freilerner-Buch ist eine bunte Sammlung von Essays und Äußerungen zum unbeschulten Leben. Jan Hunt, eine der Vorreiterinnen des Unschooling, lässt Eltern, (ehemalige) Lehrer sowie Philosophen zu Wort kommen, um einen Lebensstil zu beschreiben, der für deutsches Denken noch recht ungewöhnlich ist: Absolutes Vertrauen dem Lernprozess des Kindes gegenüber.
Inhalt:
Das Freilerner-Buch
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Was ist wirklich dran am Lernen ohne Schulzwang?
Der Anahita-Verlag hat begrüßenswerterweise unter dem Titel Das Freilerner-Buch eine Sammlung von Erfahrungsberichten aus der Welt der "Unschooling"-Bewegung herausgebracht. Was das Buch so lesenswert macht ist die offensichtliche Freude der Autoren, wenn sie über das Heranwachsen ihrer Kinder in der natürlichen Umgebung ihres Elternhauses, und damit ihrer Nachbarschaft und Gemeinde schreiben.
Hier schreiben keine verschrobenen Charaktere oder religiösen Wirrköpfe, sondern vor allem Eltern, die ihre Kinder lieben. Daß die kurzweiligen Beiträge, bei denen es sich überwiegend um tatsächliche Erfahrungsberichte handelt, fast alle aus dem englischsprachigen Ausland stammen liegt in dem, bereits erwähnten, bedauernswerten Umstand begründet, daß in Deutschland die Eltern von Hauschülern kriminalisiert werden.
Die Kinder der "Unschooler" lernen wirklich für das Leben. Und sie lernen es durch das Leben. Mathematik, Lesen und Schreiben, der Umgang mit dem Computer, all das ist für Kinder und Heranwachsende als Teil der natürliche Neugierde erlernbar.
Das Freilerner-Buch ist ein empfehlenswerter Einstieg in die Thematik des "Lernens ohne Schule" und eignet sich für alle, die Interesse an der Thematik haben.
Das Buch kann aber noch mehr leisten. Es kann gerade auch jenen Eltern, die auf staatliche Schulen für Kinder nicht verzichten möchten, ihre Bedenken und Ängste vor einer Bildungsalternative nehmen, die vielleicht nicht unbedingt den eigenen Vorstellungen entspricht.
Michael Kastner, buchausgabe.de (04.02.09) - dort findet sich auch der vollständige Text


Kleine Kinder lieben die Welt.
Deswegen sind sie so gut darin,
etwas über sie zu lernen.
Denn Liebe,
nicht Tricks und Mentaltechniken,
ist im Herzen eines jeden wahren Lernens.
Können wir uns selbst dazu bringen,
Kinder durch diese Liebe lernen
und wachsen zu lassen?
(John Holt)
In diesem Geist sind die Beiträge von verschiedenen Autoren (Mary van Doren, Nanda van Gestel, John Holt, Kim Houssenloge, Jan Hunt, Dayna Martin, Daniel Quinn, Earl Stevens) im Freilerner-Buch verfasst. Das Buch ist eine Übersetzung aus dem Amerikanischen mit dem Originaltitel “The Unschooling Unmanual” aus dem Jahr 2008.
Die verschiedenen Beiträge haben eines gemeinsam: es sind tiefgründige und liebevolle Betrachtungen zum Leben ohne Schule – keine wissenschaftliche, politische oder gar kämpferische Ausführungen. Das Buch betont immer wieder, dass Freilernen keine Methode ist. Es ist eine Art die Kinder und das Leben zu betrachten. Freilernen ist keine Technik; Freilernen bedeutet, natürlich, liebevoll und respektvoll zusammen zu leben und zu lernen. Es basiert auf dem Vertrauen, dass Kinder und Eltern die Wege finden werden, die für sie am besten funktionieren. Das Buch vermittelt Vertrauen in das Leben und das Lernen, wie es in den Kindern von Natur aus angelegt ist.
Deshalb können wir das Buch wärmstens empfehlen.
www.pro-lernen.ch, 12. Juli 2009